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Baden Informationen zum Weinanbaugebiet Gebiet: Das deutsche Weinbaugebiet führt vom Bodensee entlang der Oberrheinischen Tiefebene bis zur Badischen Bergstraße und zum Badischen Frankenland. Im Süden schließen sich die Weinberge an die Vorberge des Schwarzwaldes an, der die östliche Grenze des Weinanbaugebietes bildet. Historisches: Der Weinbau wurde erstmals im Jahre 670 durch eine Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen schriftlich belegt. Im Jahre 900 waren schon 84 Ortschaften mit Weinbau namentlich bekannt. Anfang des 12. Jahrhunderts entstand die älteste deutsche Rebordnung zur Bewirtschaftung klösterlicher Weinberge. Im 16. Jahrhundert erreichte der Weinbau in Baden den Höhepunkt. In Breisach entstand der "Badische Winzerkeller", die größte Winzergenossenschaft in Europa. Nach dem 30-jährigen Krieg war die Rebfläche stark reduziert und erweiterte sich danach nur langsam wieder. Der starke Rückgang der Rebfläche wurde verursacht durch wirtschaftliche Schwierigkeiten und u.a. durch die Reblaus. Nach der Umstellung auf Propfreben und einer Rebflurreinigung wurde das Gebiet langsam wieder aufgebaut. Boden: Im Süden, in der Großlage Burg Zähringen, sind überwiegend Gneisverwitterungsböden. In Badens Herzstück, dem Kaiserstuhl, bestehen die Böden aus vulkanischem Gestein und sind mit festen Löss überzogen. Der Breisgau zeichnet sich durch Löss-bedeckte und terrassierte Böden aus. Die Reben im Kraichgau stehen auf sanften, zur Rheinebene hin abfallenden Lösshängen. Die Badische Bergstraße ist von Porphyrverwitterungs- und Keuperböden geprägt. Die Ortenau, die durch die Hänge des Schwarzwaldes geschützt wird, ist von Gneis und Granit geprägt. Der Tuniberg ist eine Kalkscholle, die beim Einbruch des Oberrheingrabens stehenblieb. Klima: In der nördlichsten Ecke Badens, in Tauberfranken, ist es im Winter sehr kalt. Es kam schon vor, dass halbe Ernten erfroren sind. Im Sommer und Herbst ist es jedoch sehr angenehm, so dass auch sehr reife Weine gedeihen können. Die Badische Bergstraße, die südlich liegt, gehört zu den wärmsten Gebieten Deutschlands. In Badens Herzstück, dem Kaiserstuhl, wird von den vulkanischen Böden im Sommer die Hitze regelrecht abgestrahlt. Dadurch werden die vom Westen heranziehenden Wolken vertrieben, was zu einem geringen Niederschlag führt. Am Bodensee, wo das Weinland endet, sind die höchstgelegenen Rebberge; dort ist es sehr kühl. Der große See, wie ein riesiger Spiegel, reflektiert das Sonnenlicht und reguliert die Wärme. Sortenspektrum: Folgende Rebsorten werden auf ca. 15.000 ha angebaut:
Weincharakter: Die Weine in Baden schmecken verhalten, sehr reif und weich. Die Hauptrebsorte ist der Müller-Thurgau, der einen fruchtigen, rassigen Muskatton hat. Im Markgräferland, Badens urtümlichste Landschaft, ist die Hauptsorte der Gutedel. Ein süffiger, nach frischem Brot duftender Schoppenwein. Am Bodensee gedeiht ein himbeerfruchtiger Rosé vom Spätburgunder. Die Spezialitäten in Baden sind der "Affentaler", ein Spätburgunder, der auf der Flasche hin und wieder einen Affen trägt, und der "Badisch Rotgold", ein Wein aus Grauburgunder und Blauem Spätburgunder. Den Ruländer findet man überwiegend im Kaiserstuhl. Silvaner, Weißer Burgunder und Traminer findet man im ganzen Anbaugebiet. Bereiche: Baden ist in 7 Bereiche aufgeteilt: Badisches Frankenland, Badische Bergstraße-Kraichgau, Bodensee, Ortenau, Breisgau, Kaiserstuhl-Tuniberg und Markgräflerland.
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