Nahe


Informationen zum Weinanbaugebiet

Gebiet:

Die Weinberge beginnen am Rhein bei Bingerbrück und führen 40 km lang die Nahe aufwärts. Das Weinanbaugebiet führt vorbei an den Städten Bad Kreuznach und Bad Münster bis hin zum Soonwald und schließt auch die Seitentäler der Alsenz, des Glan, und des Gräfen- und Guldenbachs ein.

Historisches:

Vor fast zweitausend Jahren haben die Römer den Weinbau an die Nahe gebracht. Dies wurde durch Ausgrabungen von Rebmessern, Mostsiebe und Feldflaschen bestätigt. Im Museum in Bad Kreuznach werden diese Funde ausgestellt. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war der größte Teil der Rebflächen in Besitz der Kirche und des Adels. Durch den 30-jährigen Krieg erhielt der Weinbau an der Nahe einen starken Rückschlag. In den Jahren 1925 bis 1930 begann man, die durch Erbschaft sehr zerstreuten Parzellen zusammenzulegen und die Weinberge durch Zufahrtswege ober- und unterhalb zugängig zu machen. Dadurch wurden viele Weinberge neu angelegt. Der Qualitätsweinbau an der Nahe bekam damit neuen Aufschwung.

Boden:

Die Nahe bietet eine Vielzahl an Bodenarten. Quarzit- und Schieferböden, Sand, Lehm, Letten, Bundsandstein und Porphyr. Im unteren Nahebereich findet man flache und nährstoffreiche Böden. Im oberen Bereich sind eher steilere Lagen und skelettreiche Böden vorhanden.

Klima:

Das Klima ist sehr mild und sonnenreich. Durch wenig Regen wird den Trauben eine lange, trockene Reife im Spätsommer ermöglicht. Soonwald und Hunsrück schützen das Weinanbaugebiet vor kalten Winden.

Sortenspektrum:

Folgende Rebsorten werden auf ca. 4600 ha angebaut:

Müller-Thurgau

21%

Silvaner

6%

Riesling

28%

Kerner

8%

Scheurebe

10%

Burgunder

3%

Sonstige

24%

Weincharakter:

Je nach Lage vereint der Nahewein das Fruchtig-Rassige eines Rheinweines mit der spritzigen, belebenden Art des Moselweines. Es gelingen so leichte, fruchtige und charaktervolle Weine.

Bereiche:

Schloss Böckelheim, an der oberen und mittleren Nahe mit Glan und Alsenz Bad Kreuznach, an der unteren Nahe mit Gräfen- und Guldenbach.

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