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Weinlexikon: Buchstabe E
Eckig
Weine, die ein unausgeglichenes Verhältnis der Geschmacksstoffe
aufweisen. Durch zu sehr hervortretende Geschmacksstoffe wie Säure, Alkohol
oder Gerbstoffe kann ein Wein „eckig“ wirken.
Edelfäule
Edelfäule entsteht an Trauben ab 70°Oechsle. Hierbei muss das Wetter
trocken bleiben, damit die Trauben schrumpfen können. Die Zuckergehalte
steigen stark an, der typische Auslesegeschmack kann entstehen. Der
Edelfäule verdanken wir unsere Beeren- und Trockenbeerenauslesen ebenso wie
viele Süßweine bzw. Dessertweine der Welt. Bei Rotweinen führt Edelfäule
allerdings zu starken Farbveränderungen und einem negativen Geschmack.
Beerenauslesen von Rotweintrauben haben daher meist einen Braunton bzw. sind
Rosé- oder Weißherbstweine, was ihrer Qualität keinen Abbruch tut.
Edelfirne
Bei alten Weinen auftretender Geschmackseindruck, der durchaus positiv
ist.
Ehrenfelser
Der Ehrenfelser wurde nach der Ruine Ehrenfels bei Rüdesheim am Rhein
benannt. Die Züchtung erfolgte 1929 in Geisenheim am Rhein und basiert auf
einer Kreuzung aus Riesling & Silvaner. Da der Ehrenfelser dem Riesling sehr
ähnelt, sind die Ansprüche an den Boden und die Lage denen des Rieslings
gleich. Bei Mostgewicht und Ertrag hingegen tendiert der Ehrenfelser eher
höher.
Eichenholz
Wird seit ca. 2000 Jahren für die Weinlagerung und den Ausbau wegen der
Inhaltsstoffe verwendet.
Eichgesetz
Das deutsche Eichgesetz vom 11.07.1969 mit seinen Änderungen und die
Neufassung der Eichordnung von 1976 enthalten die gültigen Bestimmungen für
Lager- und Ausschankbehälter.
Eiswein
Der Eiswein ist eine Spezialität aus den nördlichsten Weinbauländern.
Die Trauben müssen bei Lese und Kelterung gefroren sein und bei mindestens
-8°C gelesen werden. Je stärker die Beeren bei der Kelterung gefroren waren,
um so besser ist die Qualität des Weines. Der Wasseranteil in den Beeren
bleibt als Eis in der Kelter zurück. Der Eiswein hat eine große
Geschmacksfülle und ist durch sein sehr aromatisches Bukett geprägt. Die
Trauben können wegen dem späten Frosteintritt nicht während der Hauptlese
gelesen werden, sondern erst zwischen November und Januar. In dieser Zeit
werden die Reben mit Hilfe von Abdeckungen vor Vogelfraß, Wind und Regen
geschützt.
Entsäuerung
Es gibt zwei verschiedene Methoden der Entsäuerung. Chemischer
Säureabbau: Der Wein wird durch einen zu hohen Säuregehalt sauer. Most,
Maische oder Wein kann durch Zugabe von kohlensaurem Kalk entsäuert werden.
Durch Berechnungen kann die Verminderung des Weinsäuregehaltes genau
überprüft werden. Der kohlensaure Kalk wird jedoch später wieder aus dem
Wein entfernt. Biologischer Säureabbau: Bei dem biologischen Verfahren
erfolgt die Säureverminderung ohne Kalkzusatz. Die Äpfelsäure wird zu
Milchsäure abgebaut. Der Wein wird dadurch milder.
Essigsäure
Bei einer normalen Gärung wird Essigsäure in geringem Maße gebildet.
Wenn sich jedoch Essigsäurebakterien vermehren, kann dies zu einem
Essigstich führen. Durch einen zu hohen Anteil an Essigsäure bilden sich
Fehlgeschmäcke.
Essigstich
Dieser Wein ist nicht mehr zu genießen. Er riecht stark nach Essig. Die
in dem Wein befindliche Milchsäure hat sich durch Oxidation zu Essigsäure
umgewandelt.
Etikett
Das Weinetikett enthält wichtige Angaben, z.B. Herkunft, Jahrgang und
Rebsorte eines Weines. Die genauen Angaben, die auf einem Weinetikett
enthalten sein müssen, sind durch Weingesetze festgelegt.
Extra-Herb
Schaumweine, die einen Restzuckergehalt zwischen 0 - 6g/l aufweisen,
bezeichnet man als Extra-Herb. Der internationale Begriff ist extra brut.
Extrakte
Extrakte sind alle gelösten Stoffe, die beim Verdampfen übrigbleiben,
z.B. Zucker, Gerb- und Farbstoffe sowie Säuren. Der Gehalt an Extrakten ist
von der Reife der Trauben und vom Jahrgang abhängig. Der Extraktgehalt und
die Zusammensetzung der Stoffe entscheiden maßgeblich den Geschmack des
Weines.
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