Weinlexikon: Buchstabe F


Faberrebe
Die Faberrebe wurde auch von G. Scheu, dem Züchter der Scheurebe, im Jahre 1929 gezüchtet. Sie verdient wegen der rassigen Art der Weine eine hohe Beachtung. Sie ging aus der Kreuzung Weißer Burgunder & Müller-Thurgau hervor. Sie hat mittlere Ansprüche an die Lage und geringe an den Boden. Das Mostgewicht liegt bei der Lese bei ca. 80 - 85°Oechsle, d.h. Spätlese. Die Weine sind fruchtig, frisch, elegant, besitzen genügend Extrakt und ein leichtes Muskatbukett.

Farbstoffe
Die Farbe des Weines ist bedeutend für seine Qualität und von der Reife der Trauben abhängig. Durch das Altern eines Weines kann es auch zu Farbveränderungen kommen.

Fassgeschmack
Die alte Definition lautete: Wein schmeckt und riecht infolge von unsauberen Fässern muffig und fade. Im Zeitalter des Barrique erhält der Fassgeschmack noch eine andere Bedeutung wegen den aus dem Barrique stammenden gewünschten Aromen. Diese werden heute als Fassgeschmack beschrieben.

Federweißer
Angegorener, frischer Traubenmost, eigentlich eine Spezialtät in den Weinbaugebieten während der Weinlese. Dort schmeckt er mit regionalen Spezialitäten, z.B. Spanferkel oder Zwiebelkuchen, immer noch am besten.

Fehler
Es kann bedingt durch biochemische Fehler zu nachteiligen Geruchs- und Geschmacksveränderungen kommen. Weinfehler sind z.B. Firne, Luft- oder Metallgeschmack.

Fein
Weine, die ein optimales Geruchs- und Geschmacksbild aufweisen.

Fest
Weine mit einem hohen Säuregehalt. Die Säure wirkt dann sehr kräftig.

Feurig
Weine, die einen hohen Alkoholgehalt haben und dadurch sehr ausdrucksstark wirken. Auch Rotweine, die eine ausgeprägte Farbe haben, können so bezeichnet werden.

Filtrieren
Filtrieren ist das Klären von Flüssigkeiten, das Trennen von Schmutz und Trübstoffen.

Firne
Bei Weinen, die ihren Reifehöhepunkt überschritten haben, verändert sich das Geruchs- und Geschmacksbild und wird durch einen Alterston geprägt. Die Firne tritt durch eine weitere Oxydation bei der Lagerung auf.

Flaschengärung
Die Flaschengärung ist die zweite Gärung, die in der Flasche erfolgt. Dieses Herstellungsverfahren wird ausschließlich bei der Schaumwein-Herstellung angewandt. Bei Winzersekt, Champagner oder klassischer Flaschengärung verbleibt der Sekt in dieser Flasche. Geringfügige geschmackliche Abweichungen sind möglich. Die großen Sektmarken, die Flaschengärung aufs Etikett schreiben, arbeiten nach dem Transversierverfahren. Nach abgeschlossener Gärung wird der Sekt in einen großen Tank gefüllt und egalisiert. Danach wird eine große Menge gleichen Geschmacks abgefüllt.

Flying Winemaker
Internationale Weinfachleute, hauptsächlich Kellermeister und Oenologen, die Weingüter in der ganzen Welt beim Ausbau ihrer Weine beraten. Da sie die Strecken zwischen Frankreich, Kalifornien, Australien und Deutschland nur noch per Flugzeug bewältigen, heißen sie "Flying Winemakers".

Frisch
Junger Wein, der durch eine gute Säure geprägt ist und einen natürlichen Kohlensäuregehalt hat. Diese Weine wirken sehr lebendig und spritzig.

Fruchtig
Weine, die im Geruchs- und Geschmacksbild eine fruchtige Note aufweisen. Manche Weine weisen auch einen bestimmten Obstton auf. Der Riesling erinnert oft an Pfirsiche, die Scheurebe an Johannisbeeren.

Fruchtzucker
Natürlicher Zucker, der im Saft der Trauben enthalten ist. Der Fruchtzucker wird auch als Fructose bezeichnet.

Frühlese
Aufgrund von Hagelschlag oder Fäulnisbildung kann die Lese vorgezogen werden.

Frühreif
Einige Rebsorten zeichnen sich durch eine frühe Reife aus und eignen sich dadurch für frostgefährdete Gebiete mit einem kühleren Klima.

Füllig
Weine mit einem hohen Extraktgehalt, die aber einen geringen Säuregehalt aufweisen.

 

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