Weinlexikon: Buchstabe H


Halbtrocken
Bei halbtrockenen Weinen ist der Zuckergehalt im Verhältnis zur Säure geregelt. Der Zuckergehalt kann maximal um 10 g/l höher sein als der Säuregehalt (ebenfalls in g/l). Allerdings darf der Wein nicht mehr als 18 g/l Zucker enthalten. Diese Weine sind meist fruchtbetont, elegant mit dezenter Restsüße und daher gute Essensbegleiter.

Halsschleife
Eine Halsschleife kann zusätzlich zu dem Etikett an die Weinflasche angebracht werden. Diese Halsschleife enthält meistens Angaben über den Jahrgang oder die Prädikatsstufe.

Haltbarkeit
Die Haltbarkeit eines Weines ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Herkunft, Jahrgang, Rebsorte und Kellereiausbau beeinflussen die Haltbarkeit eines Weines. Voraussetzungen für eine lange Haltbarkeit sind auch hohe Gehalte an Extrakten, Säure oder ein hoher Restzuckergehalt. Qualitätsweine erreichen ihren geschmacklichen Höhepunkt erst nach einer längeren Reifeentwicklung in der Flasche. Gehaltvolle Weine, mit einem hohen Anteil an Extrakten erreichen diesen Höhepunkt erst in einem Zeitraum von bis zu 20 Jahren.

Harmonie
Begriff für einen ausgeglichenen Wein. Säure, Süße, Alkohol und Aroma stehen in einem ausgewogenen Verhältnis.

Hart
Weine, die einen zu hohen Gerbstoffgehalt und oft auch einen hohen Säuregehalt haben, wirken im Geschmackston hart.

Hefelager
Ein Begriff aus dem Bereich Schaumwein. Man versteht darunter die Zeit, in der der Sekt mit der Hefe in der Flasche Kontakt hat. Ein längeres Hefelager führt meist zu reiferen und aromatischeren Sekten.

Hefig
Nach der Gärung des Weines setzt sich die Hefe am Fassboden ab. Ein kleiner Teil, die sogenannte Feinhefe, verbleibt noch einige Zeit im Jungwein. Diese Hefe beeinflusst den Geschmack des Weines. Durch Filtration oder weiteres Absetzen im Laufe der Zeit verschwindet diese Geschmacksnote.

Herb
Als "herb" werden gerbstoffhaltige und säurereiche Weine bezeichnet. Die Bezeichnung "herb" gilt als ein verbreiteter Ausdruck für säurebetonte Weine mit wenig Restsüße. Herbe Weine sind meistens Qualitäts- oder Tafelweine. Bei Schaumweinen muss der Restzuckergehalt unter 15 g/l liegen, um als herb zu gelten. Die international zulässige Angabe ist brut.

Heroldrebe
Die Heroldrebe ist eine typisch württembergische Sorte. Sie wurde von A. Herold in Weinsberg gezüchtet und ging aus der Kreuzung Portugieser & Limberger hervor. Aufgrund der späten Reife stellt die Heroldrebe sehr hohe Ansprüche an die Lage, geringe bis mittlere an den Boden. Bei später Reife kann mit einem Ertrag von ca.150 hl/ha gerechnet werden.

Hochfarbig
Dieser Begriff bezeichnet eine besonders kräftige Farbe beim Weißwein, die durch Alterung im Laufe der Zeit entsteht. Sehr alte Weine haben eine Cognac-ähnliche Farbe oder die Farbe wird durch die Rebsorte verursacht. Grauburgunder bzw. Ruländerweine sind dafür typische Beispiele. Hier gelangen Farbstoffe aus den Trauben in den Wein.

Hochgewächs
Bezeichnung für Weine, die eine hohe Qualität aufweisen und über dem Durchschnitt der amtlichen Prüfung liegen. Diese Bezeichnung gilt offiziell nur für Riesling-Weine, die dann als Riesling-Hochgewächs ausgewiesen werden.

Hochleistungs-Separatoren
Hochleistungs-Separatoren sind Zentrifugen, durch die der Jungwein beim 1. Abstich geschickt wird. Durch die Zentrifugalkraft werden die störenden Trübteile vom Wein getrennt.

Holzig
Wenn Wein über einen längeren Zeitraum in einem neuen Holzfass lagert, das zudem nicht ausreichend auf die Weinlagerung vorbereitet wurde, nimmt dieser einen fremdartigen und holzigen Geschmack auf.

Holzschwamm
Der Holzschwamm ist ein Schimmelpilz, der das Eichenholz eines Fasses zerstört.

Huxelrebe
Die Huxelrebe wurde 1927 in Alzey gezüchtet und erhielt ihren Namen nach dem Westhofener Winzer Fritz Huxel, der sich um die Verbreitung der Rebe einen Namen gemacht hat. Die Huxelrebe basiert auf einer Kreuzung zwischen Weißer Gutedel & Courtillier musqué. Bei einem vernünftigen Anbau können jedes Jahr durchaus Auslesen gewonnen werden.

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