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Weinlexikon: Buchstabe L
Lage
Als Lage bezeichnet man einen Weinberg und dessen Umgrenzung. Diese
Lagen sind in einem eigenen Kataster, einer Art Grundbuch, festgehalten. Die
zum größten Teil historischen Namen sind damit festgelegt. Nur Weine aus dem
entsprechenden Gebiet dürfen diesen bestimmten Namen tragen. Man
unterscheidet die Einzellage, welche aus einer einzigen Rebfläche besteht
und die Großlage, in der Flächen zusammengefasst sind und die Erträge
gleichwertige Weine liefern.
Lagertemperatur
Die Kellertemperaturen sollten zwischen 12 und 17°C liegen und konstant
gehalten werden. Wird diese Temperaturgrenze überschritten, altert der Wein
schneller. Diese schnellere Entwicklung macht sich bei mehrjähriger Lagerung
negativ bemerkbar.
Lagerung
Der Wein sollte bei einer konstanten Kellertemperatur gelagert werden.
Die Flaschen müssen liegend aufbewahrt werden, so dass der Korken ständig
vom Wein feucht gehalten wird und er nicht austrocknen kann. Wenn der Korken
austrocknet, schrumpft er und wird luftdurchlässig. Ein geruchsfreier Raum
ist aber ebenso wichtig. Störende Gerüche, vor allem Heizöl und Autoabgase,
können im Laufe von einigen Jahren durch den Korken in den Wein gelangen.
Landwein
Der Landwein gilt als gehobener Tafelwein. Die Landweine haben je nach
Gebiet verschiedene Charakter. Auf dem Etikett werden die
landschaftsbezogenen Namen ausgewiesen. In manchen Fällen sind auch die
Namen der Bereiche zugelassen. Die Trauben für den Landwein dürfen nur aus
dem angegebenen Bereich stammen. Der Landwein muss einen um 0,5 Vol.%
höheren natürlichen Mindest-Alkoholgehalt aufweisen als der Tafelwein. Der
Restzuckergehalt darf die Grenze für halbtrockene Weine (18 g/l) nicht
überschreiten.
Lebendig
Jugendliche Weine mit etwas Kohlensäure und einer fruchtigen Säure
werden als lebendig bezeichnet.
Legel
Die Legel ist bei der Lese von Hand unabkömmlich. Damit trägt der
Legelträger das von den Lesern geerntete Lesegut zur Traubenbütte. Sie hat
die Form einer tragbaren Tonne. Früher wurde sie aus Eichenholz von
Holzküfern gebaut.
Lese
Die Weinlese ist die Traubenernte. Je nach Gebiet kann die Lese Anfang
Oktober beginnen und sich bis Mitte November hinziehen. Die Zeiten für die
Weinlese kann man nicht pauschal festlegen, da die Ernte von Spätlesen,
Auslesen und Eisweinen etwas später beginnt. Der Eiswein kann erst nach dem
ersten Frost und unter 8 C° gelesen werden, was manchmal erst Ende November
oder Anfang Dezember möglich wird. Man unterscheidet zwischen der Handlese
und einer vollmechanisierten Traubenernte. Bei der Handlese werden die
Trauben mit einer speziellen Schere von den Weinstöcken abgeschnitten. Die
vollmechanisierte Traubenernte wird heute weltweit angewandt. Bei dieser
Variante ist eine Vorsortierung der Trauben jedoch nicht möglich.
Lieblich
Weine sind lieblich, wenn sie eine deutlich schmeckbare Fruchtsüße haben
und nicht zu säurereich sind.
Likörwein
Dies ist ein sehr süßer Wein, da er meist mit eingedicktem oder
eingekochtem Most zusätzlich gesüßt wird.
Lohnabfüllung
Bei der Lohnabfüllung lässt der Winzer seinen Wein von einem Abfüller
auf Rechnung abfüllen. Das bedeutet ein geringeres Risiko für den Winzer.
Luftton
Wenn während des Ausbaus oder auch während der Lagerung zuviel Luft an
den Wein gelangt ist, verändert sich das Geruchs- und Geschmacksbild
nachteilig. Die Bukettstoffe und der Alkohol beginnen zu oxydieren und
bilden einen Fremdton. Durch die Zugabe von Kohlensäure oder durch einen
Verschnitt mit einem jungen Wein kann ein starker Luftton verringert werden.
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