Weinlexikon: Buchstabe O


Oechsle
Christian Ferdinand Oechsle, gelernter Goldschmied aus Pforzheim und Erfinder der bekannten Mostwaage, mit der das Mostgewicht in Oechslegraden gemessen wird.

Oechslegrade
Oechslegrade sind die Maßeinheiten für das Mostgewicht. Das Mostgewicht wird mit der Oechslewaage gemessen.

Optima
Die Rebsorte Optima ist überwiegend in Rheinhessen und in der Pfalz verbreitet. Sie verfügt über eine sehr hohe Qualität, d.h. sehr hohe Mostgewichte bis zu 100° Oechsle und einen Ertrag von ca. 75 - 85 hl/ha. Durch die Kreuzung von (Silvaner & Riesling) & Müller - Thurgau entstand diese Rebe. Sie stellt an Lage und Boden keine Ansprüche.

Organische Düngung
Dem Boden werden organische Substanzen wie z.B. Torf, Stroh oder Baumrinde zugeführt, welche als Hauptnährstoffe der Bodenbakterien dienen. Durch die Zugabe solcher Substanzen wird das mikrobiologische Gleichgewicht im Boden verbessert.

Organoleptische Prüfung
Bei der organoleptischen Prüfung wird der Wein mit den Sinnen geprüft. Diese Prüfung beinhaltet das Sehen, Riechen und Schmecken. Das Ergebnis spielt bei der amtlichen Prüfung eine große Rolle und darf deshalb ausschließlich von Experten durchgeführt werden.

Ortega
Die Rebe Ortega wurde in den 60er Jahren gezüchtet. Sie wurde nach dem Spanier Ortega benannt und basiert auf eine Kreuzung zwischen Müller-Thurgau & Siegerrebe. Das Mostgewicht liegt in ungünstigen Jahren bei ca 80°Oechsle, sonst über 100°Oechsle. Der Ertrag bei der Ernte wird mit 80 - 100 hl/ha beziffert.

Oxidation
Der Wein nimmt bei der Oxidation Sauerstoff auf. Durch den Sauerstoff treten Oxidationsprozesse auf, die sich auf den Wein nachteilig auswirken. Es werden die Farb- und Gerbstoffe angegriffen und der Wein in der Farbe verändert. Es entsteht eine Hochfarbigkeit, d.h. der Wein wird braun. Bei der Sauerstoffaufnahme können sich verschiedene Mikroorganismen bilden. Der Wein verliert an Frische und Aroma, außerdem altert er schneller.

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