Weinlexikon: Buchstabe R


Rahn
Bei Luftkontakt ohne Oxidationsschutz durch Schwefel entsteht ein schaler Geschmack, der Wein wird braun.

Rassig
Charakter von vielen Riesling-Weinen. Diese Weine zeichnen sich durch ihre herzhafte, lebendige Art aus und sind von einer fruchtigen Säure geprägt.

Rebenzüchtung
Durch die Kreuzung verschiedener Reben werden neue Rebsorten geschaffen. Das Ziel der Rebzüchtung ist es, dass die Neuzüchtungen den Ausgangsformen überlegen sind. Höhere Widerstandskraft, teilweise sogar Immunität gegen Pilzkrankheiten, hohe Weinqualitäten und sichere Erträge sind die Ziele der modernen Rebzüchtung.

Rebschnitt
Entfernen der einjährigen Triebe. Der Rebschnitt wird im Winter durchgeführt. Durch den Rebschnitt kann die Höhe des Ertrages und die Qualität der nächsten Ernte beeinflusst werden.

Rebsortenspiegel
Anzahl der verschiedenen Rebsorten eines Weinbaulandes, Anbaugebietes oder einzelnen Betriebes.

Regner
Der bekannte Züchter G. Scheu schuf 1929 auch diese Sorte. Zu Ehren seiner Mitarbeiterin benannte er diese Rebe nach ihr. Die Rebe stellt nur schwache Ansprüche an Lage und Boden. Der Ertrag liegt ungefähr bei 100 hl/ha.

Reichensteiner
Der Reichensteiner ging aus einer Kreuzung von Müller-Thurgau & (Madeleine d'Angevine & Calabreser-Fröhlich) hervor. Er wurde in den 70er Jahren in Geisenheim am Rhein gezüchtet. Der Reichensteiner verlangt mittlere, frostgeschützte Lagen und fruchtbare Böden. Die Erträge liegen regelmäßig in der Höhe des Müller-Thurgau.

Reif
Weine, die ein optimales Geschmacksbild haben, werden als reif bezeichnet. Reife kann einmal durch Lagerung oder durch hohe Qualität des Lesegutes erreicht werden. Auch das Lesegut bestimmt den Reifegrad, was sich wiederum stark auf die Qualität des Weines auswirkt.

Restzucker
Der nach abgeschlossener Gärung im Wein zurückbleibende Zuckeranteil.

Riesling
Die Herkunft des Rieslings ist - wie bei fast allen älteren Rebsorten - sehr umstritten. So wird er schon im 9. Jahrhundert erwähnt, 1430 wurde von einem Ruslingsgarten bei Worms erzählt und erstmalig erschien der Name "Riesling" um 1511. Die Rebe wächst nahezu auf allen Böden und bringt einen niedrigen Ertrag, stellt aber höchste Ansprüche an das Kleinklima des entsprechenden Weinbergs. Vorzugsweise baut man den Riesling in Südost- und Südwestlagen an. Die Rebsorte erbringt in den geeigneten Lagen die edelsten deutschen Weißweine.

Riesling-Hochgewächs
Riesling-Qualitätsweine, die während der Lese durch ein spezielles Kontrollverfahren erfasst werden. Diese Weine müssen mit 7°Oechsle über den vorgeschriebenen Grenzwerten liegen. Die Weine müssen bei der amtlichen Prüfung mindestens 3 Punkte erreichen.

Ruländer
Erstmalig wird der Begriff Ruländer 1711 erwähnt. Der Name bezieht sich auf einen Speyrer Kaufmann namens Ruland, der angeblich diese Sorte verbreitete. Der Ruländer wird zweifelsfrei zwischen Riesling und Silvaner eingestuft. Der Ertrag liegt bei ca. 90 - 100 hl/ha und das Mostgewicht bei 80°Oechsle. In den letzten Jahren werden immer mehr Ruländerweine als Grauburgunder angeboten. Grauburgunder ist die in anderen Weinbauländern gebräuchliche Bezeichnung, übersetzt Pinot gri, Pinot grigio.

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