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Weinlexikon: Buchstabe S
Saftig
Saftige Weine haben oft eine ausgeprägte Restsüße, die von einer feinen
Säure begleitet wird. Die Weine sind vollmundig und sehr fruchtig.
Samtig
Rotweine, die elegant und harmonisch sind. Sie sind reich an Extrakt-
und Farbstoffen.
Säure
Die Säuregehalte der deutschen Traubenmoste sind sehr unterschiedlich.
Der Säuregehalt liegt je nach Sorte, Lage und Jahrgang zwischen 3,5 und
20g/l. Wenn Beeren noch nicht ganz ausgereift sind, haben sie zu wenig
Zucker und zuviel Säure.
Schal
Leer und matt schmeckender Wein, bedingt durch Überalterung.
Scheurebe
Die Scheurebe ist eine Kreuzung zwischen Silvaner und Riesling und wurde
1916 gezüchtet. Sie erhielt ihren Namen nach dem Züchter Georg Scheu. Die
Scheurebe gedeiht am besten auf mittleren Lagen, ebenso wie der Silvaner.
Der Ertrag liegt bei etwa 80 hl/ha.
Schönberger
Schönberger gehört zu den Neuzüchtungen und wurde in Geisenheim am Rhein
gezüchtet. Die Rebe bevorzugt besonders warme Lagen und nährstoffreiche
Böden. Die Züchtung basiert auf einer Kreuzung von Spätburgunder & IP1, eine
italienische Sorte. Sie wurde nach der Oberweseler Schönburg benannt und
verfügt über einen mittleren Ertrag von ca. 80hl/ha und ein Mostgewicht von
75 - 95°Oechsle.
Schwer
Alkoholreiche Weine, die viel Extrakt aufweisen.
Siegerrebe
Durch die Verschmelzung von Madeleine d'Angevine & Gewürztraminer gelang
Scheu 1929 die Züchtung dieser Sorte. Die Siegerrebe wächst in geschützten
Lagen am besten, während die Qualität des Bodens gering sein kann. Das
Mostgewicht liegt bei 85 - 100°Oechsle, die Weine sind sehr extraktreich.
Silvaner
Möglicherweise hat diese Rebsorte ihren Ursprung in Transsilvanien, dem
heutigen Siebenbürgen (Rumänien). Sie ist nicht für flache Böden und
trockene Hanglagen geeignet. Meist tritt die Reife 10 - 14 Tage vor der des
Rieslings ein. Ihr Ertrag ist mittel bis hoch, das zu erzielende Mostgewicht
jedoch nicht (nur ca. 70°Oechsle), wobei in Franken der Silvaner schon
traditionell die Spitzenrebsorte ist und Weine außergewöhnlicher Qualität
erbringt. Aus Rheinhessen kommen in den letzten Jahren ebenfalls sehr gute
Silvaner-Qualitäten.
Spätburgunder
Bekannte Anbaugebiete sind traditionell die Ahr, Baden und Württemberg.
Die Rebsorte stammt wahrscheinlich aus dem Burgund, der Anbau lässt sich bis
in das 4. Jahrhundert zurückverfolgen. Der Spätburgunder gedeiht am besten
auf lockeren, warmen und fruchtbaren Böden, wobei eine gute Lage eine sehr
große Rolle spielt. Das Mostgewicht liegt bei ca. 100°Oechsle, der Ertrag
bei 100 hl/ha. Der Spätburgunder ist unstrittig die edelste deutsche
Rotweinsorte, wobei in den letzten Jahren durch die neue Winzergeneration
und im gesamten Rotweinbereich aus allen Anbaugebieten hervorragende
Qualitäten kommen.
Spätlese
Die Weine sind vollmundig und körperreich aufgrund ihrer höheren Reife.
Je nach Sorte, Herkunft und Jahrgang zeigen die Weine etwa ab dem fünften
Jahr ihr optimales Geschmacksbild. Der Spätlesetermin ist nach der
allgemeinen Lese. Die Trauben müssen bis zur Lese ein bestimmtes
Mindestmostgewicht erreicht haben, welches je nach Rebsorte und
Weinbaugebiet unterschiedlich ist. Ob trocken, halbtrocken oder mild
ausgebaut: Die Spätlesen sind die interessantesten Weine.
Süffig
Weine, die leicht und harmonisch sind. Meist sind es Weine von einfacher
Qualität, gute Zechweine für jeden Tag.
Süß
Weine mit einem hohen Restzuckergehalt.
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